Jugendliche führen

Die Pubertät ist kein neues Phänomen. Also sprach Aristoteles etwa 350 Jahre vor Christus: «Die   Jugendlichen sind hitzig und jähzornig und bereit, ihrem Zorn zu folgen ... Alles tun sie im Übermass, sie lieben nämlich im Übermass, sie hassen im Übermaß und so alles andere in gleicher Weise." Der Kollege Sokrates philosophierte ähnlich über den „Charakter der Jugend»: «Sie haben schlechte Manieren und verachten die Autorität ... Sie widersprechen ihren Eltern, nehmen Gespräch und Gesellschaft für sich allein in Anspruch und tyrannisieren ihre Lehrer.»

Umbrüche und Krisen

Die Pubertät geht mit biologischen, psychologischen und sozialen Umbrüchen einher, die häufig als krisenhaft erlebt werden. In der Praxis für Wachstum Pubertät Adoleszenz werden Unsicherheiten, die in der Entwicklung von Pubertät und Adoleszenz entstehen können, durch Beratung abgebaut und mögliche Krisen bewältigt. Psychosomatischen Fragestellungen gilt dabei das besondere Augenmerk.

Identitätsentwicklung

Im Zentrum der Theorie von Erikson steht die Identitätsentwicklung. Die Lebensaufgabe des Menschen besteht darin, eine eigenständige Identität zu erringen. Das Gefühl der Identität bedingt ein Gefühl der inneren Stabilität, Einheit und Konsistenz. Ich- und Identitätsentwicklung sind eng miteinander verbunden.Die Persönlichkeitsentwicklung verläuft innerhalb von psychosozialen Stadien oder Phasen. Jede Phase hat einen Wendepunkt, der als Krise bezeichnet wird und in der das Individuum sehr verletzlich ist.Die Adoleszenz ist die wichtigste Phase der Identitätsentwicklung für die Persönlichkeit. Die Identitätskrise während der Adoleszenzphase ist typisch für die Jugendlichen. Hier wird die Integrationsleistung der vorangegangenen Phasen erbracht. Gleichzeitig wird in der Adoleszenzphase der Grundstock für das Erwachsenenalter gelegt.Quellen: Erikson (1965/1971), Remschmidt (1992 )

Entwicklungsaufgaben

Unter einer Entwicklungsaufgabe versteht man jene kulturell und gesellschaftlich vorgegebenen Erwartungen und Anforderungen, die an Personen einer bestimmten Altersgruppe gestellt werden. Das Konzept der Entwicklungsaufgaben wurde von Havighurst (1948) definiert und beschreibt den Lebenslauf als eine Folge von Problemen, denen sich das Individuum gegenüber sieht und die es bewältigen muss.Die Festlegung einer Aufgabe, die die Gesellschaft an den Einzelnen stellt, ist normativ, die Altersgrenzen für die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben sind jedoch variabel. Ebenso variiert der Grad der normativen Verpflichtung: einige Entwicklungsaufgaben sind als Angebote mit Empfehlungscharakter zu verstehen, andere sind durch Sanktionen gestützte Forderungen. Nicht alle Aufgaben sind jedoch vorgegeben, ein weiterer Teil setzt sich aus persönlichen Zielen und Projekten zusammen. Entwicklungsaufgaben gliedern also den Lebenslauf und geben dem einzelnen Jugendlichen Sozialisationsziele vor.Quelle: Oerter & Montada 1995

Bewältigungsaufgaben

  • Neue und reifere Beziehungen zu Altersgenossen beiderlei Geschlechts aufbauen
  • Übernahme der männlichen oder weiblichen Geschlechtsrolle
  • Akzeptieren der eigenen körperlichen Erscheinung und effektive Nutzung des Körpers
  • Emotionale Unabhängigkeit von den Eltern und von anderen Erwachsenen
  • Vorbereitung auf Ehe und Familienleben
  • Vorbereitung auf eine berufliche Karriere
  • Werte und ein ethisches System erlangen, das als Leitfaden für das Verhalten dient - Entwicklung einer Ideologie
  • Sozial verantwortliches Verhalten erstreben und erreichen

Diese Aufgaben werden als Grundlage für die zukünftige Entwicklung be- trachtet. Bezüglich der zeitlichen Zuordnung geht Havighurst davon aus, dass es innerhalb der Lebensspanne Zeiträume gibt, die für die Erledigung bestimmter Aufgaben besonders geeignet sind. Die Annahme solcher sensitiver Perioden bedeutet jedoch nicht, dass bestimmte Prozesse nicht auch zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden können, aber der Lern- oder Entwicklungsprozess erfordert dann aber einen wesentlich höheren Aufwand als zuvor. Darüber hinaus unterscheidet Havighurst zwischen Aufgaben, die zeitlich abgeschlossen sind, und solchen, die sich über mehrere Perioden der Lebensspanne erstrecken.In jedem Lebensabschnitt lasten bestimmte Anpassungsanforderungen auf dem Jugendlichen, deren erfolgreiche Bewältigung führt zu Zufriedenheit und Erfolg bei den nächsten Aufgaben, während der Misserfolg zu Unzufriedenheit, zur Missbilligung durch die Gesellschaft und zu Schwierigkeiten mit späteren Aufgaben führt:Quelle: A developmental task is a task which arises at or about a certain period in the life of an individual, succesful achievment of which leads to happiness and to success with later tasks, while failure leads to unhappiness in the individual, disapproval by the society, and difficulties with later tasks." (Havighurst, 1948)

Übergang ins Erwachsenenalter

Der Übergang ins Erwachsenenalter ist demnach erst dann zufrieden stellend möglich, wenn alle Entwicklungsaufgaben bewältigt und zugleich der Prozess der inneren Ablösung von den Eltern abgeschlossen sind, wenn also die "Adoleszenzkrise" bewältigt wurde. Die Gewinnung der Identität wird als der Kernkonflikt des Jugendalters verstanden. Defizite und Leerstellen, Widersprüche und Ambivalenzen können Ausgangspunkt und Auslöser für heftige Orientierungs- und Selbstwertkrisen sein. Die Suche nach der eigenen Identität ist somit in der gegebenen Form typisch und charakteristisch für das Jugendalter ist und tritt in der Regel in dieser Form auch nur im Jugendalter auf.

Entwicklungsaufgaben

Nach Hurrelman et al werden in heutigen Industriegesellschaften für die Adoleszenzphase im menschlichen Lebenslauf folgende Entwicklungsaufgaben klassifiziert (Hurrelmann, Rosewitz & Wolf, 1985):

  • Entwicklung einer intellektuellen und sozialen Kompetenz mit dem Ziel der ökonomischen Autonomie
  • Entwicklung der eigenen Geschlechterrolle und des sozialen Bindungsverhaltens mit dem Ziel einer Partnerbeziehung
  • Entwicklung eines eigenen Wert- und Normsystems und eines ethischenund politischen Bewußtseins
  • Entwicklung eigener Handlungsmuster für die Nutzung des Konsumwarenmarktes und des kulturellen Freizeitmarktes mit dem Ziel, einen eigenen Lebensstil zu entwickeln

Coping

Coping ist nicht nur ein Prozess, der Behebung oder Ausschaltung einer belastenden oder herausfordernden Situation zum Ziel hat, Coping erscheint auch dann, wenn habitualiserte Verhaltensweisen nicht mehr ausreichen. Eine Herausforderung oder Belastung ist in diesem Kontext ein Voraussetzung für eine produktive Anpassung oder Entwicklung. Diese erfolgt dann als eine neuintegrierende oder eine prospektives Verhalten orientierende Leistung der Person. 

Die Arten eines Coping-Prozesses

Zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben sind Kompetenzen erforderlich, die Jugendliche befähigen, neue Anforderungen zu bewältigen, welche mit den eingeübten, habitualisierten Verhaltensweisen nicht bewältigt werden können. Solche Bewältigungsstrategien nennt man Coping (engl. fertig werden). Unter Coping wird ein Prozess der konstruktiven Anpassung verstanden, der Jugendliche befähigt, mit neuen Anforderungen und Schwierigkeiten konstruktiv umzugehen. Das Gefühl, den Dingen gewachsen zu sein, stärkt das Selbstwertgefühl. Unfähigkeit zu Coping-Strategien fördert psychische Störungen im Jugendalter.Jugendliche haben eine Vorstellung von ihrem Verhaltenspotential („Das schaffe ich schon"). Im Coping-Prozess versagen aber diese gewohnten Verhaltensweisen. Das bestehende Verhaltensrepertoire muss überprüft und unter Umständen modifiziert werden, dabei haben Jugendliche drei Möglichkeiten:

  • Bewährte Verhaltensmuster werden stabilisiert und verfestigt im Hinblick auf neuartige Situationen.
  • Vorhandene Bewältigungsmuster werden weiterentwickelt, weil die gewohnten Verhaltensprogramme noch nicht genügen.
  • Bei völlig neuartigen oder besonders schwierigen Anforderungssituationen müssen bestehende Verhaltensmuster verflüssigt, aufgelöst und neu strukturiert werden.
  • Quelle: Kohnstamm 1999, Olbrich 1984, Remschmidt 1992

Copingstile Jugendlicher

Das Problem wird zu lösen versucht oderes wird einfach nicht mehr alsrelevant betrachtet.

Gefühle können beim Coping-Prozess entweder zum Ausdruck gebracht werden oder man schottet sich gegen sie ab oder aber sie werden ignoriert.

Die Anpassung an die Situation führt zur Änderung des eigenen Verhaltensoder andere werden zur Verhaltensänderung bewegt.

Coping-Stile entwickeln sich unterschiedlich, je nach dem, in welchem Kontext die Problembewältigung Jugendlicher stattfindet: Problembewältigung mit der eigenen Person, in der Familie, mit Gleichaltrigen, in der Schule oder im Beruf.

Copingmechanismen sind eine Entwicklung

  • Stabilisierung ®
  • Modifizierung ®
  • Neustrukturierung ®

Jugendliche haben eine Vorstellung von ihrem Verhaltenspotential („Das schaffe ich schon"). Im Coping-Prozess versagen aber diese gewohnten Verhaltensweisen. Das bestehende Verhaltensrepertoire muss überprüft und unter Umständen modifiziert werden, dabei haben Jugendliche drei Möglichkeiten:

  1. Bewährte Verhaltensmuster werden stabilisiert und verfestigt im Hinblickauf neuartige Situationen.
  2. Vorhandene Bewältigungsmuster werden weiterentwickelt, weil die gewohnten Verhaltensprogramme noch nicht genügen.
  3. Bei völlig neuartigen oder besonders schwierigen Anforderungssituationenmüssen bestehende Verhaltensmuster verflüssigt, aufgelöst und neu strukturiert werden.

Quelle: Kohnstamm 1999, Olbrich 1984, Remschmidt 1992

Bewältigungsstrategien Jugendlicher

Im Idealfall bewältigen Jugendliche die anstehenden Bewältigungsaufgaben über Coping. Es bieten sich aber gerade in der Adoleszenz auch andere Strategien an. Diese werden je nach Wesensart und Geschlecht unterschiedlich gewählt.

  • Emotionalen Abwehr und Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts (Kohnstamm 1999)
  • Rückzug in emotionale Isolation
  • Jugendliche erwarten von sich und der Welt wenig.

Reaktionsbildung : Jugendliche tun genau das Gegenteil ihrer eigenen Sehnsucht.

Flucht vor der Wirklichkeit in eine Krankheit mit diffusen Symptomen wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden. Flucht in Tagträume oder Suchtmittel.

Rationalisieren und verstandesmässiges Argumentieren schafft innere Distanz zu den Dingen. Probleme werden geleugnet oder wegerklärt.

Projektion dient als Strategie. Eigene Gefühle und Wünsche die man selber hat, aber nicht annehmen kann oder will, werden andern zugeschrieben.

 Verschiebung von Gefühlen gegenüber einer Person auf eine andere Person, weil dies Gefühle der Irritation oder Angst auslösen.

Psychohygienische Funktionen

Andere Bewältigungsstrategien Jugendlicher können psychohygienische Funktionen haben, zum Schutz ihrer Persönlichkeit und zur Aufrechterhaltung ihres Selbstwertwertgefühls. Ohne solche Schutzmechanismen steigen Depressionsneigung, Leistungsangst und somatische Belastungen. Strategien mit psychohygienischen Funktionen:

  • Relativierung: Vermeidung negativer Schlussfolgerungen über die eigene Leistungsfähigkeit oder über den eignen Wert.
  • Jugendliche bauen sich selber Hindernisse (self-handicapping) um Erfolge auszuschliessen. Dies lässt dann keine Schlussfolgerungen mehr zuüber das effektive Leistungsvermögen.
  • Manipulation des intellektuellen Erscheinungsbildes („Ich habe auf die Prüfung nichts gelernt!")
  • Enge Bindungen an Cliquen mit leistungsabwertenden Haltungen
  • Ausweichen in erfolgsversprechende Bereiche (Sport, Musik)
  • Risikoreiche und konsumorientierte Selbstdarstellung (Drogen, Auto, Sex)

Soziale Integration

 Schulischer Misserfolg kann durch soziale Integration und Akzeptanz der Mitschüler/innen kompensiert werden, so dass Jugendliche die notwendige Selbst-Stabilisierung so erreichen.

Die 5 häufigsten Reaktionsformen Jugendlicher auf Konflikt und Belastung sind 

  • Leistung
  • Widerstand, Opposition
  • Anpassung an institutionelle Aspekte
  • Anpassung an Bedürfnisse anderer
  • Suche nach sozialen Kontakten

Quelle: Fend 2001, Kohnstamm 1999, Olbricht 1984, Remschmidt 1992

Ablösungsprozess

Der Prozess der Ablösung von den Eltern und die Bewältigung der anstehenden  Entwicklungsaufgaben führt auch immer wieder zu abweichendem Verhalten und zu Normverletzungen. Manche Besonderheiten adoleszenten Verhaltens lassen sich allerdings eher als Begleiterscheinungen des Versuchs ansehen, aufgetretene Probleme zu bewältigen.

Verhaltensprobleme

Konkrete Verhaltensprobleme Jugendlicher, wie etwa Rauschmittelkonsum, Deliquenz usw. können also zunächst als Handlungen verstanden werden, die zur Bewältigung von Orientierungsproblemen und Entwicklungsanforderungen beitragen sollen. Auch bestimmte Symptome psychosozialer und psychosomatischer Störungen der Entwicklung der Persönlichkeit von Jugendlichen können zu den Erscheinungsformen einer abweichenden und anormalen Problemverarbeitung im Jugendalter gezählt werden. Im Jugendalter rücken auch Symptomgruppen wie Depression, Magersucht und versuchter Selbstmord in den Vordergrund. Die unterschiedliche Ausprägung der Kompetenzen für die Problembewältigung ist ein maßgeblicher Faktor dafür, ob eine solche Konstellation in ihren Folgen und Auswirkungen zu einem schweren und dauerhaften Problem wird oder nicht. Quellen: Werner Stangl, Assistenzprofessor am Institut für Pädagogik und Psychologie der Johannes Kepler Universität, Linz. Dreher, E. & Oerter, R. (1986). Children’s and Adolescents’ Conceptions of Adulthood: The Changing view of a Developmental Task. In Silbereisen, R.K. & Eyferth, K. & Rudinger, G. (Hrsg.), Development as action in context. (S. 109 - 120). Berlin: Springer.Havighurst, R. J. (1948). Developmental tasks and education. New York: Longman Havighurst, R.J. (1953). Human development and education. New York: Longmans & Green.Hurrelmann, K. & Rosewitz, B. & Wolf, H.K. (1985). Lebensphase Jugend. Weinheim und München: Juventa. Oerter, R. & Montada, L. (1995). Entwicklunspsychologie. Vollständig überarbeitete Auflage. Weinheim: Psychologie Verlags Union.

Selbst-Gefährdung und Norm-Verletzung

Auf Grund der Ergebnisse der Hirn-Forschung lässt folgende Überlegungen ableiten: Entwicklungsschub. Die Selbst-Strukturen, das soziale Gewissen, die Identitätsentwicklungen, erfährt während der Adoleszenz nochmals einen bedeutenden Entwicklungsschub, vielleicht kann man aber auch sagen, dass erst in dieser Phase aus dem sozialen Uterus entlassen wird und Verantwortlichkeiten, Verbindlichkeiten, gewissermaßen eine Verantwortung gegenüber seinem sozialen Gewissen übernehmen muss. Erstaunlich ist, dass in der Literatur genau diese Übergangssituation nicht klar definiert ist. Wo und wann findet den eigentlich dieser erster Atemzug der sozialen Geburt statt? In den vorhergehenden Phasen haben Soziale Interaktionen ihre Bedeutung für die Entwicklung des Kindes gehabt, aber es waren immer Umgebungsvariabeln da (Eltern, Kollegen, Freunde, Nachbarn, etc.) die gewissermaßen die soziale Schale gebildet haben. Da nach Margareth Mahler die psychische Geburt des Kindes, nach der effektiven Geburt, also erst in der Zeit zwischen dem 18 bis 24 Monat stattfindet, kann man die These wagen, dass die soziale Geburt erst am Schluss der Adoleszenz abgeschlossen ist. Bedeutung der sozialen Geburt Wenn man die Bedeutung der sozialen Geburt grundsätzlich überlegt, und auch die fundamentale Bedeutung für die Pädagogik, für die Entwicklungspsychologie, aber auch für die gesamte Gesellschaft überlegt, dann bekommt die Jugendphase eine noch größere Bedeutung als dies für Erikson innerhalb seiner psychosozialen Phasen die Phase Identitätsentwicklung gehabt hat. Relevanz für die Gesellschaft Diese Überlegungen sind deshalb besonders wichtig, weil die postmoderne Gesellschaft in den hochindustrialisierten Ländern den Raum für die extrem individualisierte und idiosynkraktische Biografie und Lebenslaufentwicklung erst ermöglicht hat. Der Mensch ist Schöpfer seiner selbst, dies aber innerhalb des sozialen Kosmos.Das individuelle Verhalten verursacht und erhöht Risiken für sich selber und für andere. Risikoverhalten ist eine bestimmte Art von unsicherheits-orientiertem Handeln und Handelnden, die ein Schädigungspotenzial gegenüber dem Leben und/oder der Umwelt besitzen.Das Risikoverhalten im Jugendalter ist ein Versuch, Entwicklungsaufgaben zu lösen und Statusunsicherheiten zu bewältigen. Die Ausübung von Risikoverhalten ist für Jugendliche meist funktional (Jugendliche suchen aber meist nur den vordergründigen Nutzen ihres Verhaltens im «Hier und Jetzt»): 

Peergroup-Integration

  • expressive Selbstdarstellung und Abgrenzung
  • Autonomiesymbol
  • Kontrapunkt zur Routine
  • Kompensation von Unsicherheiten, Ängsten und Problemen

Neben der akuten Lebensbedrohlichkeit für sich selber und für Dritte besteht eine weitere Gefahr hinsichtlich einer problematischen Weiterentwicklung der Persönlichkeit und in Bezug auf die soziale Integration. Risikoverhaltensmuster sind später nur schwer zu ändern. (sieh z. B. notorische Raser). 

Spektrum des Risikoverhaltens von Jugendlichen

  • unausgewogene Ernährung (Fast-Food, überzogene Schönheitsideale)
  • riskantes Strassenverkehrsverhalten
  • Lärm (Hörschädigungen)
  • Sexualität (AIDS, ungewollte Schwangerschaft, sexueller Missbrauch)
  • Gewalthandlungen
  • Extrem-Sportarten
  • vernachlässigte Hygiene
  • Drogen
  • Suizidalität
  • Mutproben
  • Delinquentes Handlungsfeld
  • illegaler Drogenkonsum
  • Diebstahl
  • Hacken (Internetsucht)
  • Dokumentenfälschung
  • Verkehrsregelmissachtung
  • Gewaltanwendung gegen Personen und Sachen
  • Glücksspiel
  • Kaufsucht
  • Kleinkreditfalle
  • Verschuldung wegen überhöhten Verpflichtungen

Esther Lauper

Esther Lauper

Esther Lauper ist renommierte Expertin im Bereich Organisationentwicklung.

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