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INSTITUT FÜR NEUES LERNEN GmbH
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Institut für Neues Lernen GmbH Bürglistrasse 6 CH- 8304 Wallisellen ++41 (0) 44 883 75 70
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Jugendliche
Jugendliche und junge Erwachsene
Aus der Jungendpsychologie
Die Pubertät ist kein neues Phänomen. Also sprach Aristoteles etwa 350 Jahre vor Christus: «Die Jugendlichen sind hitzig und jähzornig und bereit, ihrem Zorn zu folgen ... Alles tun sie im Übermass, sie lieben nämlich im Übermass, sie hassen im Übermaß und so alles andere in gleicher Weise." Der Kollege Sokrates philosophierte ähnlich über den „Charakter der Jugend»: «Sie haben schlechte Manieren und verachten die Autorität ... Sie widersprechen ihren Eltern, nehmen Gespräch und Gesellschaft für sich allein in Anspruch und tyrannisieren ihre Lehrer.»
Nochmals geboren werden Seit den alten Griechen hat sich daran nichts geändert. Nur weiß man 2350 Jahre später mehr darüber, wie Pubertät («pubes» = Schamhaar) funktioniert. Mediziner und Psychologen sprechen heute von einer «nochmaligen Geburt». Der lange Abschied von der Kindheit, das allmähliche Erwachsenwerden sei die Zeit der größten physischen und psychischen Veränderung im Leben eines Menschen.
Machtkämpfe Im richtigen Leben bedeutet dies: Machtkämpfe in den Elternhäusern, Gefühlschaos in den Kinderzimmern, Kraftproben in den Schulen.
Umbrüche und Krisen Die Pubertät geht mit biologischen, psychologischen und sozialen Umbrüchen einher, die häufig als krisenhaft erlebt werden. In der Praxis für Wachstum Pubertät Adoleszenz werden Unsicherheiten, die in der Entwicklung von Pubertät und Adoleszenz entstehen können, durch Beratung abgebaut und mögliche Krisen bewältigt. Psychosomatischen Fragestellungen gilt dabei das besondere Augenmerk.
Umgang mit «Defiziten» Eine zu kleine Körpergrösse oder ein zu früher oder zu später Beginn der Pubertätsentwicklung üben einen nachhaltigen Einfluss auf das seelische Empfinden und die psychosoziale Reifung aus. Dies wiederum kann zu Veränderungen im Sozialverhalten und zu Schulleistungsstörungen führen. Bei uns werden die jungen Patientinnen und Patienten bei Bedarf auch von Psychologen beraten, wie sie mit ihrem Körper am besten zurechtkommen können. Quelle: Stiftung Wachstum, Pubertät, Adoleszenz (U. Eiholzer)
Im Zentrum der Theorie von Erikson steht die Identitätsentwicklung. Die Lebensaufgabe des Menschen besteht darin, eine eigenständige Identität zu erringen. Das Gefühl der Identität bedingt ein Gefühl der inneren Stabilität, Einheit und Konsistenz. Ich- und Identitätsentwicklung sind eng miteinander verbunden. Die Persönlichkeitsentwicklung verläuft innerhalb von psychosozialen Stadien oder Phasen. Jede Phase hat einen Wendepunkt, der als Krise bezeichnet wird und in der das Individuum sehr verletzlich ist. Die Adoleszenz ist die wichtigste Phase der Identitätsentwicklung für die Persönlichkeit. Die Identitätskrise während der Adoleszenzphase ist typisch für die Jugendlichen. Hier wird die Integrationsleistung der vorangegangenen Phasen erbracht. Gleichzeitig wird in der Adoleszenzphase der Grundstock für das Erwachsenenalter gelegt. Quellen: Erikson (1965/1971), Remschmidt (1992 )
Unter einer Entwicklungsaufgabe versteht man jene kulturell und gesellschaftlich vorgegebenen Erwartungen und Anforderungen, die an Personen einer bestimmten Altersgruppe gestellt werden. Das Konzept der Entwicklungsaufgaben wurde von Havighurst (1948) definiert und beschreibt den Lebenslauf als eine Folge von Problemen, denen sich das Individuum gegenüber sieht und die es bewältigen muss. Die Festlegung einer Aufgabe, die die Gesellschaft an den Einzelnen stellt, ist normativ, die Altersgrenzen für die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben sind jedoch variabel. Ebenso variiert der Grad der normativen Verpflichtung: einige Entwicklungsaufgaben sind als Angebote mit Empfehlungscharakter zu verstehen, andere sind durch Sanktionen gestützte Forderungen. Nicht alle Aufgaben sind jedoch vorgegeben, ein weiterer Teil setzt sich aus persönlichen Zielen und Projekten zusammen. Entwicklungsaufgaben gliedern also den Lebenslauf und geben dem einzelnen Jugendlichen Sozialisationsziele vor. Quelle: Oerter & Montada 1995
Diese Aufgaben werden als Grundlage für die zukünftige Entwicklung betrachtet. Bezüglich der zeitlichen Zuordnung geht Havighurst davon aus, dass es innerhalb der Lebensspanne Zeiträume gibt, die für die Erledigung bestimmter Aufgaben besonders geeignet sind. Die Annahme solcher sensitiver Perioden bedeutet jedoch nicht, dass bestimmte Prozesse nicht auch zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden können, aber der Lern- oder Entwicklungsprozess erfordert dann aber einen wesentlich höheren Aufwand als zuvor. Darüber hinaus unterscheidet Havighurst zwischen Aufgaben, die zeitlich abgeschlossen sind, und solchen, die sich über mehrere Perioden der Lebensspanne erstrecken. In jedem Lebensabschnitt lasten bestimmte Anpassungsanforderungen auf dem Jugendlichen, deren erfolgreiche Bewältigung führt zu Zufriedenheit und Erfolg bei den nächsten Aufgaben, während der Misserfolg zu Unzufriedenheit, zur Missbilligung durch die Gesellschaft und zu Schwierigkeiten mit späteren Aufgaben führt: Quelle: A developmental task is a task which arises at or about a certain period in the life of an individual, succesful achievment of which leads to happiness and to success with later tasks, while failure leads to unhappiness in the individual, disapproval by the society, and difficulties with later tasks." (Havighurst, 1948)
Der Übergang ins Erwachsenenalter ist demnach
erst dann zufrieden stellend möglich, wenn alle Entwicklungsaufgaben
bewältigt und zugleich der Prozess der inneren Ablösung von den Eltern
abgeschlossen sind, wenn also die "Adoleszenzkrise" bewältigt wurde.
Die Gewinnung der Identität wird als der
Kernkonflikt des Jugendalters verstanden.
Defizite und Leerstellen, Widersprüche und
Ambivalenzen können Ausgangspunkt und Auslöser für heftige Orientierungs-
und Selbstwertkrisen sein.
Die Suche nach der eigenen Identität ist somit
in der gegebenen Form typisch und charakteristisch für das Jugendalter ist
und tritt in der Regel in dieser Form auch nur im Jugendalter auf.
Nach Hurrelman et al werden in heutigen Industriegesellschaften für die Adoleszenzphase im menschlichen Lebenslauf folgende Entwicklungsaufgaben klassifiziert (Hurrelmann, Rosewitz & Wolf, 1985):
Entwicklung eigener Handlungsmuster für die Nutzung des Konsumwarenmarktes und des kulturellen Freizeitmarktes mit dem Ziel, einen eigenen
Coping ist nicht nur ein Prozess, der Behebung oder Ausschaltung einer belastenden oder herausfordernden Situation zum Ziel hat, Coping erscheint auch dann, wenn habitualiserte Verhaltensweisen nicht mehr ausreichen. Eine Herausforderung oder Belastung ist in diesem Kontext ein Voraussetzung für eine produktive Anpassung oder Entwicklung. Diese erfolgt dann als eine neuintegrierende oder eine prospektives Verhalten orientierende Leistung der Person.
Die Arten eines Coping-Prozesses Zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben sind Kompetenzen erforderlich, die Jugendliche befähigen, neue Anforderungen zu bewältigen, welche mit den eingeübten, habitualisierten Verhaltensweisen nicht bewältigt werden können. Solche Bewältigungsstrategien nennt man Coping (engl. fertig werden). Unter Coping wird ein Prozess der konstruktiven Anpassung verstanden, der Jugendliche befähigt, mit neuen Anforderungen und Schwierigkeiten konstruktiv umzugehen. Das Gefühl, den Dingen gewachsen zu sein, stärkt das Selbstwertgefühl. Unfähigkeit zu Coping-Strategien fördert psychische Störungen im Jugendalter. Jugendliche haben eine Vorstellung von ihrem Verhaltenspotential („Das schaffe ich schon"). Im Coping-Prozess versagen aber diese gewohnten Verhaltensweisen. Das bestehende Verhaltensrepertoire muss überprüft und unter Umständen modifiziert werden, dabei haben Jugendliche drei Möglichkeiten: 1. Bewährte Verhaltensmuster werden stabilisiert und verfestigt im Hinblick auf neuartige Situationen. 2. Vorhandene Bewältigungsmuster werden weiterentwickelt, weil die gewohnten Verhaltensprogramme noch nicht genügen. 3. Bei völlig neuartigen oder besonders schwierigen Anforderungssituationen müssen bestehende Verhaltensmuster verflüssigt, aufgelöst und neu strukturiert werden. Quelle: Kohnstamm 1999, Olbrich 1984, Remschmidt 1992
C opingstile Jugendlicher
Gefühle können beim Coping-Prozess entweder zum Ausdruck gebracht Die Anpassung an die Situation führt zur Änderung des eigenen Verhaltens Coping-Stile entwickeln sich unterschiedlich, je nach dem, in welchem Kontext die Problembewältigung Jugendlicher stattfindet: Problembewältigung mit der eigenen Person, in der Familie, mit Gleichaltrigen, in der Schule oder im Beruf.
Copingmechanismen sind eine EntwicklungStabilisierung ® Modifizierung ® Neustrukturierung ® Stabilisierung Jugendliche haben eine Vorstellung von ihrem Verhaltenspotential („Das schaffe ich schon"). Im Coping-Prozess versagen aber diese gewohnten Verhaltensweisen. Das bestehende Verhaltensrepertoire muss überprüft und unter Umständen modifiziert werden, dabei haben Jugendliche drei Möglichkeiten: 1. Bewährte Verhaltensmuster werden stabilisiert und verfestigt im Hinblick auf neuartige Situationen. 2. Vorhandene Bewältigungsmuster werden weiterentwickelt, weil die gewohn- ten Verhaltensprogramme noch nicht genügen. 3. Bei völlig neuartigen oder besonders schwierigen Anforderungssituationen müssen bestehende Verhaltensmuster verflüssigt, aufgelöst und neu struk- turiert werden. Quelle: Kohnstamm 1999, Olbrich 1984, Remschmidt 1992
Im Idealfall bewältigen Jugendliche die anstehenden Bewältigungsaufgaben über Coping. Es bieten sich aber gerade in der Adoleszenz auch andere Strategien an. Diese werden je nach Wesensart und Geschlecht unterschiedlich gewählt.
Bewältigungsstrategien Jugendlicher zum Zwecke der emotionalen Abwehr und Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts (Kohnstamm 1999):1. Rückzug in emotionale Isolation Jugendliche erwarten von sich und der Welt wenig.2. Reaktionsbildung : Jugendliche tun genau das Gegenteil ihrer eigenen Sehnsucht.3. Flucht vor der Wirklichkeit in eine Krankheit mit diffusen Symptomen wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden. Flucht in Tagträume oder Suchtmittel.4. Rationalisieren und verstandesmässiges Argumentieren schafft innere Distanz zu den Dingen. Probleme werden geleugnet oder wegerklärt.5. Projektion dient als Strategie. Eigene Gefühle und Wünsche die man selber hat, aber nicht annehmen kann oder will, werden andern zugeschrieben.6. Verschiebung von Gefühlen gegenüber einer Person auf eine andere Person, weil dies Gefühle der Irritation oder Angst auslösen.
Psychohygienische Funktionen Andere Bewältigungsstrategien Jugendlicher können psychohygienische Funktionen haben, zum Schutz ihrer Persönlichkeit und zur Aufrechterhaltung ihres Selbstwertwertgefühls. Ohne solche Schutzmechanismen steigen Depres-sionsneigung, Leistungsangst und somatische Belastungen. Strategien mit psychohygienischen Funktionen: 1. Relativierung: Vermeidung negativer Schlussfolgerungen über die eigene Leistungsfähigkeit oder über den eignen Wert. 2. Jugendliche bauen sich selber Hindernisse (self-handicapping) um Erfolge auszuschliessen. Dies lässt dann keine Schlussfolgerungen mehr zu über das effektive Leistungsvermögen.3. Manipulation des intellektuellen Erscheinungsbildes („Ich habe auf die Prüfung nichts gelernt!")4. Enge Bindungen an Cliquen mit leistungsabwertenden Haltungen 5. Ausweichen in erfolgsversprechende Bereiche (Sport, Musik) 6. Risikoreiche und konsumorientierte Selbstdarstellung (Drogen, Auto, Sex)
Soziale Integration Schulischer Misserfolg kann durch soziale Integration und Akzeptanz der Mitschüler/innen kompensiert werden, so dass Jugendliche die notwendige Selbst-Stabilisierung so erreichen.
Die 5 häufigsten Reaktionsformen Jugendlicher auf Konflikt und Belastung sind:
Quelle: Fend 2001, Kohnstamm 1999, Olbricht 1984, Remschmidt 1992
Der Prozess der Ablösung von den Eltern und die Bewältigung der anstehenden Entwicklungsaufgaben führt auch immer wieder zu abweichendem Verhalten und zu Normverletzungen. Manche Besonderheiten adoleszenten Verhaltens lassen sich allerdings eher als Begleiterscheinungen des Versuchs ansehen, aufgetretene Probleme zu bewältigen.
Konkrete Verhaltensprobleme Jugendlicher, wie etwa Rauschmittelkonsum, Deliquenz usw. können also zunächst als Handlungen verstanden werden, die zur Bewältigung von Orientierungsproblemen und Entwicklungsanforderungen beitragen sollen. Auch bestimmte Symptome psychosozialer und psychosomatischer Störungen der Entwicklung der Persönlichkeit von Jugendlichen können zu den Erscheinungsformen einer abweichenden und anormalen Problemverarbeitung im Jugendalter gezählt werden. Im Jugendalter rücken auch Symptomgruppen wie Depression, Magersucht und versuchter Selbstmord in den Vordergrund. Die unterschiedliche Ausprägung der Kompetenzen für die Problembewältigung ist ein maßgeblicher Faktor dafür, ob eine solche Konstellation in ihren Folgen und Auswirkungen zu einem schweren und dauerhaften Problem wird oder nicht. Quellen: Werner Stangl, Assistenzprofessor am Institut für Pädagogik und Psychologie der Johannes Kepler Universität, Linz. Dreher, E. & Oerter, R. (1986). Children’s and Adolescents’ Conceptions of Adulthood: The Changing view of a Developmental Task. In Silbereisen, R.K. & Eyferth, K. & Rudinger, G. (Hrsg.), Development as action in context. (S. 109 - 120). Berlin: Springer.Havighurst, R. J. (1948). Developmental tasks and education. New York: Longman Havighurst, R.J. (1953). Human development and education. New York: Longmans & Green.Hurrelmann, K. & Rosewitz, B. & Wolf, H.K. (1985). Lebensphase Jugend. Weinheim und München: Juventa. Oerter, R. & Montada, L. (1995). Entwicklunspsychologie. Vollständig überarbeitete Auflage. Weinheim: Psychologie Verlags Union.
Risikoverhalten von Jugendlichen Auf Grund der Ergebnisse der Hirn-Forschung lässt folgende Überlegungen ableiten:
Entwicklungsschub Die Selbst-Strukturen, das soziale Gewissen, die Identitätsentwicklungen, erfährt während der Adoleszenz nochmals einen bedeutenden Entwicklungsschub, vielleicht kann man aber auch sagen, dass erst in dieser Phase aus dem sozialen Uterus entlassen wird und Verantwortlichkeiten, Verbindlichkeiten, gewissermaßen eine Verantwortung gegenüber seinem sozialen Gewissen übernehmen muss. Erstaunlich ist, dass in der Literatur genau diese Übergangssituation nicht klar definiert ist. Wo und wann findet den eigentlich dieser erster Atemzug der sozialen Geburt statt? In den vorhergehenden Phasen haben Soziale Interaktionen ihre Bedeutung für die Entwicklung des Kindes gehabt, aber es waren immer Umgebungsvariabeln da (Eltern, Kollegen, Freunde, Nachbarn, etc.) die gewissermaßen die soziale Schale gebildet haben. Da nach Margareth Mahler die psychische Geburt des Kindes, nach der effektiven Geburt, also erst in der Zeit zwischen dem 18 bis 24 Monat stattfindet, kann man die These wagen, dass die soziale Geburt erst am Schluss der Adoleszenz abgeschlossen ist.
Bedeutung der sozialen Geburt Wenn man die Bedeutung der sozialen Geburt grundsätzlich überlegt, und auch die fundamentale Bedeutung für die Pädagogik, für die Entwicklungspsychologie, aber auch für die gesamte Gesellschaft überlegt, dann bekommt die Jugendphase eine noch größere Bedeutung als dies für Erikson innerhalb seiner psychosozialen Phasen die Phase Identitätsentwicklung gehabt hat.
Relevanz für die Gesellschaft Diese Überlegungen sind deshalb besonders wichtig, weil die postmoderne Gesellschaft in den hochindustrialisierten Ländern den Raum für die extrem individualisierte und idiosynkraktische Biografie und Lebenslaufentwicklung erst ermöglicht hat. Der Mensch ist Schöpfer seiner selbst, dies aber innerhalb des sozialen Kosmos. Das individuelle Verhalten verursacht und erhöht Risiken für sich selber und für andere. Risikoverhalten ist eine bestimmte Art von unsicherheits-orientiertem Handeln und Handelnden, die ein Schädigungspotenzial gegenüber dem Leben und/oder der Umwelt besitzen. Das Risikoverhalten im Jugendalter ist ein Versuch, Entwicklungsaufgaben zu lösen und Statusunsicherheiten zu bewältigen. Die Ausübung von Risikoverhalten ist für Jugendliche meist funktional (Jugendliche suchen aber meist nur den vordergründigen Nutzen ihres Verhaltens im «Hier und Jetzt»):
Neben der akuten Lebensbedrohlichkeit für sich selber und für Dritte besteht eine weitere Gefahr hinsichtlich einer problematischen Weiterentwicklung der Persönlichkeit und in Bezug auf die soziale Integration. Risikoverhaltensmuster sind später nur schwer zu ändern. (sieh z. B. notorische Raser).
pektrum des Risikoverhaltens von Jugendlichen
Gesundheitliches Handlungsfeld unausgewogene Ernährung (Fast-Food, überzogene Schönheitsideale), riskantes Strassenverkehrsverhalten, Lärm (Hörschädigungen), Sexualität (AIDS, ungewollte Schwangerschaft, sexueller Missbrauch), Gewalthandlungen, Extrem-Sportarten, vernachlässigte Hygiene, Drogen, Suizidalität, Mutproben
Delinquentes Handlungsfeld illegaler Drogenkonsum, Diebstahl, Hacken (Internetsucht), Dokumentenfälschung, Verkehrsregelmissachtung, Gewaltanwendung gegen Personen und Sachen
Ökonomisches Handlungsfeld Glücksspiel, Kaufsucht, Kleinkreditfalle, Verschuldung wegen überhöhten Verpflichtungen
Ökologisches Handlungsfeld Wintersport neben der Piste, Motorsport im Gelände, rücksichtslose Müllentsorgung
Zum Thema "Entwicklungspsychologie" Smash-Studie Schweiz 2002 (Zusammenfassung) Geschlechterrollen und Lebensperspektiven Jugendlicher Internetnutzung im Geschlechteraspekt Arbeitsblätter Entwicklung im Jugendalter (Stangl-Taller) Arbeitsblätter Entwicklungsaufgaben im Jugendalter (Stangl-Taller) Adoleszenz - Frühling des Lebens (KHM) Spitzer: Ethische Dilemmas (Trolley-Ethik) Schülertypen/Interessiertheit Studie
Zum Thema "Erziehung" Elternbildung Triple P (Universität Freiburg) Elternkonflikte und Jugendliche (Liz Uni Freiburg) Elterntest: Sind Sie stärker als Ihr Kind (GEO) Kleines Kompendium «elterlicher Zwangstypern»
Zum Thema "Krisen im Jugendalter" News aus dem Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie Gefährdete Jugendliche frühzeitig erkennen (supra, Schweiz) Verzeichnis Soforthilfe und Beratung Junge Erwachsene in Krisensituationen
Zum Thema "Süchte" Cannabis - Kurzinfo für Eltern
Zum Thema "Gewalt" Gewalt in der Schule - was ist zu tun (Erziehungsdepartement des Kantons Schwyz) Wenn der Schulalltag aus den Fugen gerät (Zürcher Unterländer) Wie Kinder Gewalt erleben und anwenden
Zum Thema "Ausbildung" Dossier Lehrlinge (Beobachter)
Praktische Psychologie des Jugendalters,
Rita Kohnstamm, Bern, Göttingen, Toronto, Hans Huber, 1999
Entwicklungspsychologie,
Rolf Oerter und Leo Montada Hrsg. Weinheim, Beltz, 1998
Entwicklungspsychologie des
Jugendalters, Helmut Fend, Opladen, Leske und Budrich, UTB, 2001
Entwicklungspsychologie der
Adoleszenz, August Flammer, Francoise D. Alsaker, Verlag Hans Huber,
Bern, 2002
Adoleszenz, Entwicklung und
Entwicklungskrisen im Jugendalter, Helmut Remschmidt, Stuttgart
Thieme, 1992
Das primäre Dreieck, Vater,
Mutter und Kind aus entwicklungstheoretisch-systemischer Sicht
Elisabeth Fivaz-Depeurisgne, Heidelberg, Verlagsbuchhandlung GmbH, 2001
Sozial- und Präventivmedizin,
Stephan Esthermann et. al., Skriptzentrale Medizin, Bern 2001
Psychopathologie im Kindes
und Jugendalter, Übersicht Störungsbilder, Zentralstelle UNI Zürich,
2000
Kinder und Jugendpsychiatrie
I/II , H. C. Steinhausen, UNI Zürich Zentrum für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, Zürich 2001/2002
Sozialpsychologie,
Wolfgang Stroebe, Klaus Jonas, Miles Hewstone, Berlin, Heidelberg,
Springer-Verlag, 2002
Grundlagen der Psychologie,
Studienausgabe, David Krech und Richard Crutschfield, Hrsg. Weinheim,
Beltz, 1992 Persönlichkeitserziehung und Persönlichkeitsbildung von Jugendlichen : ein Rahmenmodell zur Förderung von Selbst- Sozial- und Fachkompetenz / M. Prandini Paderborn Eusl. Verl., 2001
Wie sie sich fühlen, was sie
sich wünschen : eine empirische Studie über Mädchen und Jungen auf dem Weg
in die Pubertät / Petra Millhoffer, Weinheim : Juventa, 2000 Entwicklung im sozialen Wandel / Rainer K. Silbereisen ; Jürgen Zinnecker Hrsg.] Weinheim : Beltz, 1999 Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters für (zukünftige) Lehrer / Manfred Tücke ; unter Mitarb. von Ulla Grude, Münster : LIT, 1999 Sexualverhalten Jugendlicher heute / Ergebnisse einer repräsentativen Jugend- und Elternstudie über Verhalten und Einstellungen zur Sexualität / Norbert Kluge München : Juventa, 1998 Persönliche Objekte, Identität und Entwicklung / Urs Fuhrer, Ingrid E. Josephs [Hg.] Göttingen : Vandenhoeck und Rupprecht, 1999
Entwicklungspsychologie / Heinz
Steinebach, Stuttgart : Klett-Cotta, 2000
Depressivität im Jugendalter
: Diplomarbeit Studienrichtung:
Diagnostik / Susanne Frischknecht, Zürich : Institut für angewandte
Psychologie, 1995 Adoleszenz und Identität / Werner Bohleber (Hg.), Stuttgart : Verl. Internationale Psychoanalyse, 1996 Jugend : Risikoentwicklungen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten / Helmut Fend Zürich : Univ. Zürich, Päd. Institut, 1995 Die Entdeckung des Selbst und die Verarbeitung der Pubertät / Helmut Fend Bern, Huber, 1994
Lebensphase Jugend : Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche
Jugendforschung
/ Klaus Hurrelmann ; Unter Mitarb.
von B. Rosewitz und H. Wolf, Weinheim ; München : Juventa-Verl., 1994 Das Eltern-Kind-Verhältnis im Jugendalter : Eine empirische Längsschnittstudie / M. Storch, Weinheim ; München : Juventa, 1994 Jugend vor der Moderne : Soziologische und psychologische Theorien des 20. Jahrhunderts / Heinz Abels, Opladen : Leske+Budrich, 1993 Jugend, Körper und Geschlecht : Die Suche nach sexueller Identität / Cornelia Helfferich Opladen : Leske+Budrich, 1994 Kinder und Jugendliche heute : belastet - überlastet? Beschreibung des Alltags von Schülerinnen und Schülern in der Schweiz und in Norwegen / Alexander Grob (Hrsg.) Chur : Rüegger Verl.1997 Was Jugendliche wagen : Eine Längsschnittstudie über Drogenkonsum, Stressreaktionen und Delinquenz im Jugendalter / Uwe Engel ; Klaus Hurrelmann , Weinheim ; München : Juventa Verl., 1993 Jugend und Modernisierung : Strukturwandel der Jugendphase und Statuspassagen auf dem Weg zum Erwachsensein / Helmut Schröder, Weinheim : Juventa Verlag,1995 Probleme im Jugendalter: Psychologische Hilfen / Ulrike Petermann, Franz Petermann Freiburg im Breisgau : Lambertus, 1992 Individualisierung von Jugend : Gesellschaftliche Prozesse, subjektive Verarbeitungsformen, jugendpolitische Konsequenzen / Wilhelm Heitmeyer, Thorr-(Hrsg.); Hrsg. im Auftrag der Arbeitsgruppe Bielefelder Jugendforschung, Weinheim ; München : Juventa, 1990 Vom Kind zum Jugendlichen : Der Übergang und seine Risiken / Helmut Fend Bern ; Stuttgart ; Toronto : Huber, 1990 Entwicklung der Psychosexualität und der Geschlechtsidentität, 2 : Kindheit und Adoleszenz, Stuttgart : Kohlhammer, 1994 Patchwork-Jugend : eine Einführung in postmoderne Sichtweisen / Wilfried Ferchhoff, Georg Neubauer, Opladen : Leske + Budrich, 1997 Der Umgang mit Schule in der Adoleszenz : Aufbau und Verlust von Lernmotivation, Selbstachtung und Empathie / Helmut Fend, Bern : Huber, 1997 Die 13 (dreizehn] bis 18-Jährigen : Einführung in Probleme des Jugendalters / Dieter Baacke, Weinheim ; Basel : Beltz, 1991 Identitätsentwicklung in der Adoleszenz : Lebensentwürfe, Selbstfindung und Weltaneignung in beruflichen, familiären und politisch-weltanschaulichen Bereichen / Helmut Fend, Bern ; Stuttart : Huber, 1991 Freundschaften im Jugendalter : Der Beitrag sozialer Netzwerke zur Problembewältigung / Petra Kolip München : Juventa, 1993 Jugendpsychologie : Themenkatalog 94 : Höheres Lehramt für allgemeinbildende Fächer der Berufsschulen an der Universität Zürich / Hermann Landolt, Zürich : (s.n.), 1995 Reifung und Ablösung : Das Generationenproblem und seine psychopathologischen Randformen / Beinhart Lempp (Hrsg.) Bern : Huber, 1987 Psychologie des Auszubildenden / Arthur Schirmer Heidelberg, Sauer- Verlag, 1984 Psychologie des Jugendalters / Jan de Wit, Guus van der Veer Donauwörth : Auer, 1982 Das Jugendalter : Fakten, Probleme, Theorie / David Ausubel München : Juventa Verl., 1979 Der junge Mensch und seine Eltern, Lehrer und Vorgesetzten / Konrad Widmer Zürich : Rotapfel, 1978 Der Jugendliche in der betrieblichen Ausbildung : Ein Leitfaden für Ausbilder in Industrie, Handel und Handwerk / Otto Kahl, Bielefeld : Bertelsmann, 1974
Kontrollattribution und Wohlbefinden von Schweizer Jugendlichen II
:
Dokumentation Querschnitt, Längsschnitt,
Erhebungszeitpunkte 1986, 1988 / August Flammer, Alexander
Grob ,
Ruth Lüthi , Florian Kaiser, Bern, 1989 Einstellungs- und Verhaltensänderungen bei Jugendlichen mit sozial abweichendem Verhalten / Arnold Pütz, Stuttgart : Kohlhammer, 1976 Jugend heute : Wege in die Autonomie / Hrsg.: Johannes Werner Erdmann ; Georg Rückriem ;Erika Wolf, Bad Heilbrunn : Klinkhardt, 1996
Eltern und Freunde : Soziale Entwicklung im Jugendalter
/ Helmut Fend Bern [et al.] : Huber, 1998 Das Jugendalter : Entwicklungen, Probleme, Hilfen / Hrsg.: Hans-Christoph Steinhausen Mit Beiträgen von H.T. Albrecht (u.a.), Bern : Huber, 1990
Jugend als Prüfstein : Zur
Verarbeitung der Bildungsbiographie im Jugendalter / Paul Cassee, Zürich :
Zentralstelle der Studentenschaft, 1986
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